IUSY-Ginner tief betroffen vom Tod Hugo Chávez‘

sj_logo_KopieChávez spendete progressiven Kräften in aller Welt Hoffnung und läutete positive Wende im zuvor krisengebeutelten Lateinamerika ein – Kampf für gerechte Gesellschaft geht weiter! 

Tief betroffen zeigt sich Boris Ginner, Vizepräsident der International Union of Socialist Youth (IUSY), vom Ableben des venezolanischen Präsidenten Hugo Rafael Chávez Frias. „Die Politik von Hugo Chávez wirkte weit über die Grenzen seines Landes hinaus und gab Hoffnung, dass der Kampf für eine andere, gerechtere Gesellschaft auch heute möglich ist. Mit zahlreichen Kooperationsprojekten hat die Regierung Chávez gerade auch in benachbarten lateinamerikanischen Ländern zur Bekämpfung der Armut, der Arbeitslosigkeit und zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Millionen von Menschen einen unermesslichen solidarischen Beitrag geleistet“, betont Ginner.

„Zum ersten Mal wurde dank Chávez Politik für die arme Bevölkerungsmehrheit gemacht – nicht für die kleine reiche US- oder europäischstämmige Elite. Die achtbaren Sozialmissionen konnten innerhalb von 10 Jahren, zwischen 1998 und 2008, die Armut von 55 auf 31 Prozent drücken. Kindersterblichkeit und Analphabetismus wurde erfolgreich der Kampf angesagt – und mit sozialen Wohnbauprogrammen der Regierung wurden auch weite Teile von barrios und Armenvierteln Vergangenheit“, so Ginner zu den Verdiensten von Hugo Chávez.

Die progressive Entwicklung in Lateinamerika, wo viele Länder in einem von Chávez mit initiierten Befreiungsschlag die massiven Wirtschaftskrisen der späten 1990er Jahre überwinden konnten, ist für Ginner ein leuchtendes Beispiel für Europa: „Statt Kaputtsparprogramme und neoliberale Kürzungspolitik, die in Verarmung und Massenarbeitslosigkeit führen, wurden in Lateinamerika sinnvolle Projekte der Umverteilung von oben nach unten, der Verstaatlichung von Schlüsselindustrien und der aktiven Armutsbekämpfung durchgeführt.“ Eine Abkehr vom Weg in den wirtschaftlichen Selbstmord wäre auch für Europa höchste Zeit, wolle man nicht zum Pleitekontinent mutieren, so Ginner.

„Es ist ein äußerst schmerzlicher Tag – nicht nur für progressive Kräfte in Lateinamerika, sondern in der ganzen Welt. Aber wir wissen: Der Kampf für eine andere, bessere Gesellschaft, in der nicht die Profite Weniger zählen, sondern die Bedürfnisse aller, geht unbeirrt weiter“, betont Ginner, der den Angehörigen und der Familie des
verstorbenen Präsidenten sein aufrichtiges Mitgefühl übermittelt. Die IUSY ist der weltweite Dachverband aller sozialistischen und sozialdemokratischen Jugendbewegungen und hat ihren Sitz in Wien.

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