Para bellum

usa_stacheldrahtAntwort auf Yoani Sánchez, Berta Soler und USA &Co
von Leo Carreno / Netzwerk Kuba Österreich

Berta Soler, “líder” de las Damas de Blanco, sagte vor kurzem in Spanien, dass Batistas Kuba ein
“Goldjuwel war”

Die Kriegshetzer und Hassprediger gegen Kuba haben immer existiert und werden immer existieren, sie sind Heuchler, Propheten der Gewalt, offen oder verdeckt sind sie die Stimmen ihrer Herren, der USA & Co.*, alles was sie wollen ist Krieg, noch ein Krieg gegen Kuba. Alle Kriege beginnen mit Ausreden, mit süßen Versprechungen von „sozialem Frieden“, „sozialer Veränderung“, „Sozialpakt“, „Übergang zur Demokratie“, „Wiederaufbau des Staates“ oder „humanitäre Hilfe“, und sie beginnen mit jenen, die sie in Gang setzen, den Söldnern und jenen, die vor dem Imperium in die Knie gehen. Sie haben eine eindeutige und unveränderliche Strategie und ihre Spur der Verwüstung verrät sie: sie wünschen, sie ersehnen Krieg oder jegliche Form der Gewalt, die Gelegenheit bietet, die Revolution zu vernichten.

Sie beschmutzen das Bild Kubas, beleidigen, diffamieren ungestraft, kreieren und finanzieren bewaffnete kontrarevolutionäre Gruppen, säen Angst und Verunsicherung in der Bevölkerung, mit Attentaten, Militärinvasionen und Ermordungen. Sie betreiben politische Kampagnen, um national und weltweit die Überzeugung zu schaffen, dass es keine andere Wahl geben kann, als die Revolution zugrunde zu richten. Kuba wird in die Liste der „zu vernichtenden terroristischen Länder“ aufgenommen. Sie üben Druck aus, verfeinern und intensivieren ihre Attacken in allen Bereichen menschlichen Schaffens, korrumpieren das Wort, die Ideen, die Gefühle, verkehren die Realität. Sie lügen, säen Intrigen, versuchen zu spalten, reduzieren alles zur Ware, bombardieren Tag für Tag mit ihrer Propaganda; sie wollen hart und präzise zuschlagen, bis nur noch verbrannte Erde übrig bleibt.

Bis heute verzeichnete die USA & Co. nur Niederlage um Niederlage, ohne Kuba zerstört haben zu können und das schmerzt sie deshalb so sehr, weil sie nicht lernen können – es geht einfach nicht in ihren Kopf – , dass zwischen Fidel und der Revolution ein ganzes Volk steht! Die USA & Co. übernehmen nicht die Verantwortung für ihre historischen Taten, sie werden niemals einhalten oder bereuen und niemals werden sie verstehen, dass sie selbst die Architekten ihrer eigenen Vernichtung sein werden. Denn die Revolution ist die Antwort auf die unmenschlichen Lebensbedingungen der Armut in der grausamen Militärdiktatur, der das kubanische Volk unterworfen und zu einem
gigantischen Bordell verkommen war. Die USA & Co. werden nicht ruhig schlafen, bis zum nächsten Attentat, bis zum nächsten Krieg. So war es mit Playa Girón, so war es mit dem Attentat auf Cubana de Aviación. Und so ist es auch heute, in Guantánamo Cuba, mit seiner wunderschönen Landschaft, die zum Träumen einlädt, verwandelt in ein Gefangenen-, Tötungs- und Folterlager der USA & Co. – das ist ein profunder Angriff auf die Souveränität Kubas und der gesamten Menschheit. Dankenswertes Werk der selbsternannten „Verteidiger des Friedens und der
Freiheit in der Welt“ (sic!). Ein freies Kuba übersteigt ihr Vorstellungsvermögen.

Die USA sind eine gefährliche Mischung aus kriegshetzerischer Paranoia und Omnipotenz, verschanzt hinter der größten Militärmacht der Welt; sie besitzen das größte Arsenal von Atombomben, dessen Proportionen beispiellos sind in der Geschichte der Menschheit. Wenngleich Kuba in der letzten Abstimmung der UNO 188 Stimmen gegen das Embargo, 3 dafür und 2 Enthaltungen verzeichnen konnte, unterlassen die Kriegshetzer dennoch nicht ihre
unaufhörlichen Angriffe gegen die Insel, vielmehr haben sie sie sogar intensiviert. Das Wesentliche ist die anhaltende Attacke ohne Waffenstillstand. Die USA & Co. sind eine Militärmacht, die ganze Länder besetzt und zerstört und Millionen von Menschen als „Kollateralschaden“ tötet. Die USA & Co. haben sich in ein Imperium am Rande der Selbstzerstörung und der Vernichtung allen Lebens auf der Welt durch einen endzeitlichen atomaren Holocaust verwandelt.

Wie dem auch sei. Die Hypothese lautet wie folgt: das sozialistische Kuba unterdrückt sein Volk und stiftet andere Länder Lateinamerikas an, gegen die USA zu rebellieren. Und das, als ob es in Lateinamerika, abgesehen von Kuba, kein anderes Land gäbe, das heute für seine Unabhängigkeit, Freiheit und Souveränität kämpfte! Lateinamerika ist das direkte Produkt des antikolonialen und antiimperialistischen Krieges, der nicht endet. Lateinamerika entwickelt sich durch 500 Jahre von Kriegen hindurch, inmitten enormer sozialer Spannungen und dem nicht genug, war es über das gesamte 20. Jahrhundert gezwungen, gegen die grausamen Diktaturen zu kämpfen, die den Kontinent dominiert und den Tod von Millionen von Menschen verursacht haben. Zivilmilitärische Diktaturen, mit Blut und Feuer eingesetzt von den „humanitären Helfern“ der USA & Co.

Und als wäre diese betrügerische These nicht ausreichend, ergo Conclusio facile: das Castristische Regime Kubas muss mit allen Mitteln gestürzt werden, um eine Expansion des Sozialismus zu verhindern. Das wahre Problem der USA & Co. ist der kubanische Sozialismus und sein Einfluss und Wirken auf die historische Zukunft Lateinamerikas.
Die USA werden niemals ihr Gebaren imperialer Tyrannei verändern, und wenn das auch ein gravierendes Problem ist, so ist auch ihre Omnipotenz eines. So wie sie in allen Ländern der Welt Regime, die nicht ihrem politischen Wohlgefallen entsprechen, austauschen, so wollen sie es auch mit Kuba machen. Mit Gewalt eine Tyrannei oder eine zivil-militärische Regierung einsetzen mit dem einzigen Ziel, ihre eigene Macht in Kuba ad Perpetuum zu festigen.

Nicht alles ist so gut gelaufen für die USA & Co. Alle Maßnahmen des Embargos, alle Versuche Fidel und die
Revolution zu stürzen stimulieren Kuba unaufhörlich, sich sozio-ökonomisch zu reorganisieren und allem voran schließt das kubanische Volk seine Reihen um die politische Führung des Landes, die trotz der enormen Schwierigkeiten für den Fortbestand der Revolution sehr wohl auf die Interessen und Bedürfnisse der Bevölkerung eingeht.

Kuba kann nicht von den heroischen Befreiungskämpfen Lateinamerikas isoliert werden, es ist integraler und fundamentaler Bestandteil der permanenten Revolution unseres Kontinents. Auch Kuba hat gelitten und leidet auch heute noch unter Zerstörung und Tod, seit 500 Jahren, beginnend mit der Eroberung bis zum Imperialismus von heute, der uns alle unterwerfen will. Das 20. Jahrhundert ist das Jahrhundert der kriminellsten Diktaturen unserer jungen lateinamerikanischen Geschichte; das Jahrhundert, in dem die Bosheit unbegreifliche Ausmaße angenommen hat und
Ausdruck gefunden hat im Foltern, Ermorden und Verschwinden lassen von Männern, Frauen und Kindern, um sie später „für eine Hand voll Dollars“ zu verkaufen oder zu zerstückeln und ihre Organe einzeln an den Höchstbietenden zu verkaufen.

Ich verstehe, dass es für die junge Generation, die weder den historischen Zeitraum der Revolution noch die Tragödie der lateinamerikanischen Diktaturen erlebt haben, schwierig ist, sich die dominierende Conditio Humana in diesen sozialen Zusammenhängen vorzustellen. Doch daher rührt die Notwendigkeit des rigorosen Bewahrens und Studierens des niedergeschriebenen historischen Gedächtnisses der revolutionären Männer, Frauen und Jugend Kubas und Lateinamerika in seiner Gesamtheit und Größe. Wie der Dichter Jorge Ruiz Santyana sagt: „Ein
Volk, das seine Vergangenheit vergisst, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ Die grundlegende menschliche Tragödie Lateinamerikas hat einen Namen, er lautet: Vereinigte Staaten von Amerika.

Die Kriegshetzer des Imperiums wissen all das, sind sich ihrer Taten sehr bewusst; sie sind die Urheber der Tragödie, die sie in Lateinamerika in Szene gesetzt haben und wissen um den Schmerz, den sie verursachen, während sie in ihrer Bosheit und Omnipotenz protzen, unbesiegbar zu sein – das mag im Moment zutreffen aber niemand weiß, nicht einmal sie selbst, wie dieser Krieg enden wird, den sie in Gang gesetzt haben.

Sie bedienen sich falscher Propheten und Hassprediger, die die Stimmen ihrer Herren sind. Alles was sie wollen ist Krieg, noch ein Krieg; sie wollen den Widerstand Kubas brechen wie sie auch Lateinamerika weiter zerbrechen, atomisieren wollen; nationale und kulturelle Identitäten brechen, Grenzen und Strukturen von Ländern zerstören und die Bande von Solidarität und Liebe zwischen den Völkern durchtrennen, um das Land zu rauben und die grenzenlose Ausbeutung der Reichtümer von Menschheit und Natur fortzusetzen, um ihre unersättlichen mörderischen Instinkte und
unstillbare Gier nach materiellem Reichtum zu befriedigen.
* Die USA & Co. ist ein von den nordamerikanischen Präsidenten selbst während des kalten Krieges geprägtes Konzept in Bezug auf sich selbst und ihre Unterstützer, seit Reagan und dem „Krieg der Galaxien“ wieder in Mode gekommen, über den „Krieg der Sterne“, hin zu dem „Krieg gegen den Terror“, dem „Wüstensturm“, der „libyschen Morgenröte“, dem „arabischen Frühling“, bis heute, dem „humanitären Krieg“ und den zahllosen Kriegen in Afrika und Asien.

Leo Carreno / Netzwerk Kuba Österreich
Wien 12.04.2013

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