Cuban Five: René Gonález darf in Kuba bleiben

reneFür einen der fünf in den USA festgehaltenen Kubaner, die in Miami antikommunistische Terrororganisationen unterwandert hatten, ist das Drama der Gefangenschaft vorbei. Wie US-amerikanische und kubanische Medien heute übereinstimmend berichten, braucht René González, der sich derzeit mit Genehmigung der US-Behörden in Kuba aufhält, nicht in die USA zurückkehren. Richterin Joan A. Lenard, die ihn 2001 zu 15 Jahren Gefängnis und drei Jahren »überwachter Freiheit« verurteilt hatte, gab nun einem im vergangenen Juni gestellten Antrag statt, dass González den Rest dieser Zeit in Kuba verbringen darf und nicht in die Vereinigten Staaten zurückkehren muss.

René González war mit einer humanitären Ausnahmegenehmigung am 22. April nach Kuba gereist, um an den Trauerfeierlichkeiten für seinen verstorbenen Vater teilzunehmen. Schon im April 2012 durfte er erstmals in seine Heimat reisen, damals um seinen Bruder noch einmal zu sehen, der kurz darauf an einer Krebserkrankung starb. Damals kehrte er nach Ablauf der genehmigten Zeit in die USA zurück.

Als Bedingung für die Genehmigung, in Kuba zu bleiben, legte die Richterin fest, dass René González in der US-Interessenvertretung in Havanna auf seine US-Staatsbürgerschaft verzichten müsse. González besitzt auch die kubanische Nationalität, seine Ehefrau und seine Kinder wohnen bereits in Kuba.

Gemeinsam mit Gerardo Hernández, Ramón Labaniño, Fernando González und Antonio Guerrero war René González 1998 vom FBI verhaftet worden. Die fünf hatten im Auftrag der kubanischen Sicherheitsbehörden ultrarechte Gruppierungen in Miami unterwandert, die Terroranschläge auf der Insel planten. Durch ihre Arbeit konnten sie vermutlich zahlreiche Menschenleben retten. Das FBI verfolgte jedoch nicht die Terroristen, sondern die Terrorbekämpfer.

René González wurde im Oktober 2011 nach 13 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen, sollte jedoch die fehlenden drei Jahre »überwachter Freiheit« in den USA verbringen, obwohl er dort von Anhängern der ultrarechten Gruppierungen bedroht wurde. Seine vier Genossen sitzen weiter in Haft. (Quelle: redglobe.de)

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