ALBA Austria: Grußadresse an die TeilnehmerInnen am 5. Treffen der österreichischen Kuba-Solidarität am 5. Oktober 2013 in Wien

ALBA AustriaAls Fidel Castro und Hugo Chavez am 14. Dezember 2004 in Havanna die ALBA-Gründungsakte unterzeichneten, öffneten sie ein Tor für eine umfassende Alternative für die Völker Lateinamerikas und der Karibik. Sie öffneten ein Tor für eine solidarische Entwicklung von Politik, Wirtschaft, Kultur und Frieden im Sinne des internationalistischen, demokratischen Sozialismus.

ALBA, die „Bolivarische Alternative für die Völker unseres Amerikas“ war zur Zeit ihrer Gründung eine konkrete Antwort auf ein Vorhaben, das von US-Präsident William Clinton im Dezember 1994 in Gang gesetzt worden war. Gemäß diesem Plan Washingtons sollte eine Freihandelszone von Alaska bis zum Feuerland installiert werden, die Freihandelszone ALCA, unter Ausschluss Kubas. Fidel Castro analysierte dieses Vorhaben und stellte fest: „Diese Initiative ist kein Versuch oder Faktor der lateinamerikanischen Integration, sondern der Versuch, Lateinamerika in die Wirtschaft der Vereinigten Staaten zu integrieren“. Zum Auftakt der Arbeit einer kubanisch-venezolanischen Kommission über die Möglichkeiten zum weiteren Ausbau der Zusammenarbeit sprach Hugo Chavez am 5. September 2001 zum ersten Mal von einer grundsätzlich anderen Möglichkeit: „ALCA darf nicht der einzige Weg sein. Warum beginnen wir nicht damit, eine Alternative zu ALCA aufzubauen? Wir sollten über diese Alternative, die wir ALBA nennen könnten, sprechen und an ihr arbeiten,“. Damit war die Idee ALBA geboren.

Heute können wir feststellen, dass ALCA gescheitert ist, während sich die Idee der solidarischen Alternative weiterentwickelt hat zur sozialistischen „Bolivarischen Allianz“ der Völker NuestrAmericas ALBA. Die ALBA ist gewachsen, sie hat heute 8 Mitgliedsländer (Cuba, Venezuela, Bolivien, Ecuador, Nicaragua, Antigua und Barbuda, Dominica und St. Vicente und die Grenadinen) sowie eine Reihe assoziierter Staaten.
Heute ist die ALBA ein maßgeblicher Faktor für die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen in Lateinamerika und der Karibik und geht einen nicht neoliberal – kapitalistischen Weg. So wurde beispielsweise 2008 die ALBA-Bank gegründet, welche die Abhängigkeit von den US- kontrollierten Finanzinstitutionen reduzieren soll, oder die gemeinsame Rechnungswährung SUCRE eingeführt, um den Handel innerhalb der ALBA unabhängiger vom US$ betreiben zu können. Im sozialen Bereich erzielte die ALBA bedeutende gemeinsame Fortschritte, beispielsweise: im Rahmen des ALBA-Projekts „Mision Milagro“wurden Tausende Menschen mit Augenkrankheiten in Kuba kostenlos geheilt; mit dem kubanischen Unterrichtsprogramm „Yo si puedo“ (ja, ich kann) haben Millionen Menschen Lesen und Schreiben gelernt; in der ALBA-Zone konnte die extreme Armut von 27% auf 7% gesenkt werden. An der Gründung und der Arbeit neuer regionaler Bündnisse, wie UNASUR (2008) und CELAC (2011) ist die ALBA maßgeblich beteiligt. All dies trug mit dazu bei, den Einfluss aus der USA und der Europäischen Union zurückzudrängen.

Doch die ALBA hat mächtige Feinde, äußere Feinde und innere Feinde, in den eigenen ALBA-Ländern. Washington unternimmt permanent Anstrengungen, um die ALBA und ihren Mitgliedern zu schaden, indem beispielsweise die Wühlarbeit oppositioneller Parteien und Gruppen anleitet und finanziert, ebenso wie die konterrevolutionäre Propagandaarbeit der privaten, regierungsfeindlichen Medien, die von den nationalen Kapitalfraktionen getragen wird. Washington schließt auch militärische Interventionen nicht aus, wie die enorme Militarisierung der Region oder verschiedenste Äußerungen politischer und militärischer Kreise aufzeigen. Je erfolgreicher das ALBA-Projekt, umso größer die Bedrohung. Davon zeugen in extremis der Putsch in Honduras von 2009, wodurch u.a. der Austritt des Landes aus der ALBA erreicht wurde, sowie der Putsch von 2012 in Paraguay, das bis dahin sehr enge Beziehungen zur ALBA pflegte.

Es ist daher eine vordringliche Aufgabe der Solidaritätsbewegung in Österreich und in Europa, die fortschrittlichen und demokratischen Regierungen, insbesondere das sozialistische 8-Staatenbündnis ALBA zu unterstützen. Unsere internationalistische Solidarität muss verstärkt alle Kräfte unterstützen, die für ein geeintes Lateinamerika der Solidarität, der Würde und Gerechtigkeit, der Menschenrechte und der Demokratie, des Wohlstands und des Friedens, für ein sozialistisches Lateinamerika kämpfen.

Im Namen von ALBA-Austria wünschen wir dem 5. Treffen der österreichischen Kubasolidarität geschwisterlich ein gutes Gelingen und gute Erfolge für die weitere Arbeit, an der wir auch selber mitwirken!

Viva la ALBA viva Cuba – Venceremos!

Ali Kohlbacher und Carlos Troger , am 30.September 2013

 

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