Mehr Auslandsreisen nach Reform der Migrationsgesetze in Kuba

cubanavon Steffen Niese / amerika21.de

Havanna. Die Zahl der Auslandsreisen kubanischer Bürger hat in den ersten acht Monaten nach der im Januar 2013 erfolgten Novellierung der Reisegesetzgebung auf der Karibikinsel mit mehr als 180.000 deutlich zugenommen. Sie liegt damit drei Mal höher als in vergleichbaren Zeiträumen vor der Neuregelung. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Ausland betrug dabei einen Monat, wie das kubanische Fernsehen Ende September berichtete.

Die lang erwartete Einführung der neuen Regelungen, die unter anderem die Abschaffung der bisher notwendigen Ausreisegenehmigung, der sogenannten weißen Karte, sowie eine Verlängerung der erlaubten Aufenthaltsdauer im Ausland auf 24 Monate umfassen, wurde von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen. Nach offiziellen Angaben aus Havanna entwickelt sich die Anwendung der neuen Regelungen in einem Klima völliger Normalität.

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