Kritiker kaltgestellt

Cartas desde Cuba_cerradoDie öffentlich-rechtliche BBC stellt ein Internetportal über Kuba ein, weil ein Journalist dort US-amerikanische Menschenrechtsverletzungen angeprangert hat
von Volker Hermsdorf / junge Welt

Weil er nicht bereit war, einen kritischen Artikel über Menschenrechtsverletzungen und Doppelmoral der USA zu »entschärfen«, strafte die öffentlich-rechtliche britische Rundfunkanstalt BBC ihren langjährigen Korrespondenten in Havanna, Fernando Ravsberg, ab. Sein beliebter Blog Cartas desde Cuba (Briefe aus Kuba), auf dem er seit sieben Jahren auf dem Onlineportal des Auslandsprogramms BBC Mundo Eindrücke aus und über Kuba veröffentlichte, wurde in der vergangenen Woche geschlossen.

An Stelle des unbequemen Korrespondenten sollen, nach Ankündigung der BBC, künftig Personen schreiben, die »kritisch zur Revolution stehen und in den kubanischen Medien nicht zu Wort kommen«. Unter dem Arbeitstitel »Stimmen aus Kuba« wird der Onlineauftritt von Systemgegnern vorbereitet, die bereits jetzt in westlichen Konzernmedien bevorzugt vertreten sind. Ab Mai will die BBC diese »Stimmen der kubanischen Realität« weltweit verbreiten, kündigte Lateinamerika-Chef Hernando Álvarez letzten Freitag an. Dessen Pläne lesen sich wie eine Kopie des Onlineportals Voces Cubanas (Kubanische Stimmen), einer mit Hilfe von US-Diensten aufgebauten und verbreiteten Contra-Seite.

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