ÖKG unterstützt Demo gegen den rassistischen Aufmarsch von Pegida in Wien

antipegida_wienMontag, 2. Februar 2015, 16 Uhr, U2 Museumsquartier
Im Anschluss: Offener „Havanna Club“ (ab 19 Uhr, 4., Seisgasse 1)

Der österreichische Ableger von Pegida will am 2. Februar durch Wien marschieren. Ihr diffuser Protest für das „Abendland“ richtet sich gegen Flüchtlinge, MuslimInnen und alles Fremde. In vielen deutschen Städten haben zehntausende Menschen gezeigt, dass der Widerstand gegen Pegida groß und breit ist. Auch die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft unterstützt die Demonstration „Kein Meter für Pegida“ in Wien (2.2., Treffpunkt: 16 Uhr, U2 Museumsquartier).

Pegida ist vor allem deswegen gefährlich, weil sie sich als gesellschaftliche Mitte darstellt und ihrem Rassismus (insbesondere islamfeindlichem Rassismus) das Deckmäntelchen der „Besorgnis“ geben. Obwohl sich Pegida offiziell von Nazis distanziert, marschieren diese trotzdem überall freimütig mit. Pegida ist ein Rechtsextremismus der vermeintlichen „Mitte“, bieder und deswegen anschlussfähig. Sie befeuern ein Klima, das jetzt schon dazu führt, dass es wöchentlich Übergriffe auf Muslime, vor allem Frauen, und Flüchtlinge gibt.

Pegida, die FPÖ und andere rechtsextreme Gruppen wollen auf diesem beängstigenden Klima aufbauen. Sie benutzen die furchtbaren Anschläge in Paris, um Hass und Gewalt zu schüren. In Dresden machten Pegida-TeilnehmerInnen bereits Jagd auf migrantische Jugendliche und eine Gruppe „Identitärer“ (mit kräftiger Unterstützung der Kameraden aus Österreich) stürmte den Sächsischen Landtag. In Österreich forderte der FPÖ-Vizeparteiobmann Johann Gudenus den „Knüppel aus dem Sack“ gegen MuslimInnen und Flüchtlinge.

Statt Solidarität zu leben und gegen Rassismus vorzugehen, verschärfen die Regierungen die „Sicherheitspolitik“, bauen Demokratie und Sozialstaat ab und den Überwachungsstaat aus. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner will die Polizei nach den Pariser Anschlägen mit schweren Panzern und Hubschraubern ausrüsten. Diese „Sicherheitspolitik“ und die rassistischen Bewegungen ergänzen einander. Wir stellen uns gegen die Hetze und Panikmache.

Um Pegida aufzuhalten, brauchen wir tausende Menschen auf den Straßen – Jugendliche, Familien und PensionistInnen, alle sind willkommen! Wir wenden uns explizit an alle MuslimInnen, Flüchtlinge und andere von Rassismus Betroffene und organisieren einen breiten, bunten und lauten Protest gegen Pegida in Wien.

Machen wir deutlich, wie vielfältig und stark unsere Solidarität ist!
Stellen wir uns den RassistInnen in den Weg!

fb-Veranstaltung

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