Albrecht Konecny ist neuer Vorsitzender der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft

Konecny_OeKGLangjähriger SP-Politiker will EU-Kuba-Beziehungen stärken – ÖKG-Generalversammlung bekräftigt Solidarität mit dem kubanischen Volk und seiner Revolution

Zu einem Wechsel an der Spitze der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft (ÖKG) ist es am vergangenen Samstag in Wien gekommen. Prof. Albrecht Konecny, ehemaliger Abgeordneter zum Nationalrat und zum Europäischen Parlament, wurde von der Generalversammlung der ÖKG mit überwältigender Mehrheit zum neuen Vorsitzenden gewählt. Vorgänger Mag. Michael Wögerer trat aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl an.

Konecny betonte nach seiner Wahl, dass er insbesondere die Beziehungen der Europäischen Union mit Kuba stärken möchte. Die EU müsse ihre Position zu Kuba überdenken und einen Dialog auf Basis des gegenseitigen Respekts führen. “Die Neuorientierung der EU ist auch deshalb notwendig, weil sich ja niemand der Illusion hingeben kann, dass mit der Aufnahme der Gespräche USA-Kuba nun ein völliger Kurswechsel der USA beginnt. Weder ist der wirtschaftliche Boykott aufgehoben, noch hat die USA ihre Absicht aufgegeben, das kubanische Gesellschaftsmodell zu zerstören. Deshalb braucht Kuba weiterhin unsere Solidarität”, unterstrich Konecny.

Die Generalversammlung bekräftigte in einer einstimmig verabschiedeten Resolution ihre Solidarität mit dem kubanischen Volk und seiner Revolution. Darin begrüßt die ÖKG die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba als Schritt in die richtige Richtung. Dies sei allerdings nicht Folge einer generellen Änderung der Haltung der USA gegenüber Kuba, Südamerika und der Welt. „Die USA haben ihr Ziel, die Ergebnisse der kubanischen Revolution rückgängig zu machen, nicht aufgegeben. Unverändert werden sie versuchen, in ihrem ‚Hinterhof‘ Kuba und die anderen Staaten der Karibik in ihre Abhängigkeit zu zwingen“, heißt es in der Politischen Erklärung.

Auch die Vertreter Kubas auf der Generalversammlung, Botschafter Juan Carlos Marsán und der Rektor der Universität von Havanna, Gustavo Cobreiro, hielten fest, dass es seitens der USA noch vieler Schritte bedürfe, um normale Beziehungen zwischen den Staaten herzustellen. Dies verlangt vor allem die vollständige Aufhebung der US-Blockadepolitik, die Respektierung der Unabhängigkeit und Souveränität Kubas und die sofortige Rückgabe des von den USA besetzen Flottenstützpunktes Guantánamo an Kuba.

Marsan_Woegerer_OeKGDer scheidende Vorsitzende, Michael Wögerer, nutzte seine Rede, um den aktiven Mitgliedern der Freundschaftsgesellschaft für ihr Engagement zu danken. „Wer die Entwicklung der ÖKG in den letzten Jahren mitverfolgt hat, wird bemerkt haben, dass sich sowohl im Inneren unserer Gesellschaft, als auch nach Außen einiges verändert hat.“, zeigte sich Wögerer erfreut. Dem neuen Vorsitzenden streute er Rosen. Konecny sei ein „Revolutionär der ersten Stunde“, der mit Humor und Menschlichkeit viel Erfahrung in der Gesellschaft eingebracht hat und einbringen wird. Er versicherte, dass sein Rückzug aus beruflichen Gründen nichts an seiner Liebe zu Kuba, den Menschen und ihrer Revolution ändern wird.

Die vollständige Resolution der ÖKG Generalversammlung 2015: Die einen exportieren Waffen und Öl, Kuba exportiert Ärzte und Lehrer

Bilder von der ÖKG-Generalversammlung 2015:

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